Stichwortverzeichnis der wichtigsten Kegelbegriffe

Alle Neune

Wurf in die Vollen, bei dem tatsächlich alle Kegel fallen. Gegensatz: Russe

Anlauf

Wegstrecke, die der Spieler benötigt, um zur Höchstform aufzulaufen.

Asphalt

Für die Kugellauffläche von sogenannten Asphaltbahnen verwendeter 0,4 - 0,5 cm dicker Kunststoffbelag auf Betonuntergrund. Soll so aufgetragen werden, dass die rollende Kugel den geringstmöglichen Widerstand findet, also glatt und eben. Wieso die Kugel dennoch auf der völlig glatten und ebenen Bahn so häufig einen anderen Lauf nimmt als vom Kegler erwünscht, sollte dringend einmal zum Thema einer Doktorarbeit gemacht werden.

Bahnen

Zerfallen in 4 Arten:

Asphaltbahn 28,5 Meter

Bohlenbahn 32,5 Meter

Scherenbahn 26,75 Meter

Bowlingbahn 25,6 Meter

Wieso ein Spieler auf a). der andere auf b) oder c) schwört, läßt sich aus seiner Sicht zwar begründen, stößt aber beim eingefleischten Anhänger der jeweiligen anderen Bahnart auf totales Unverständnis.

Benehmen

Ehrensache für jeden Spieler, sein Benehmen so unter Kontrolle zu halten, dass es niemand spitzkriegt (vor allem nicht der Schiedsrichter) wenn er den Gegner bei dessen Wurf durch irritierende Bewegungen aus dem Konzept zu bringen versucht.



DKB

Abkürzung für "Deutscher Keglerbund", die Dachorganisation bundesdeutscher Kegler. Wacht über die Einhaltung der Sportordnung.....usw.

Ersatzmann

Beim Kegeln absolut einmalige Erscheinung, denn bei Wettkämpfen kommt er meistens nur dann dran, wenn ein Spieler ausfällt.



Freizeitkegler

Nicht ganz so abschätzig wie ’Wirtshauskegler" klingende Bezeichnung, mit der sich das Heer der Sportkegler von Millionen Kegelfreunden abgrenzt. Als ob die Sportkegler nicht auch in Ihrer Freizeit kegeln müssten. Denn die echten Profis sind bei uns dünn gesät.



Gut Holz

Schlachtruf aller Kegler. immer in dreifacher Ausführung!!



Kegelabend

Für den echten Kegler ist der Kegelabend der Höhepunkt der Woche - nicht die Lindenstraße oder die Sportschau.



Kugeln

Umgangssprachliche Bezeichnung dafür, dass man über etwas Lustiges sehr lachen muss. Wenn etwas zum Kugeln ist, dann der Bierernst, mit dem manche Funktionäre in den Verbandsgremien zu Werke gehen.



Nullwürfe

Oft die besten, sie zählen nur nicht.



Optimal

Beim Kegelsport äußerst selten vergebenes Prädikat für einen gelungenen Wurf. Wird sehr viel häufiger von der gegnerischen Mannschaft für einen Fehlwurf der Heimmannschaft angewandt.



Pokal

Wortschöpfung aus Preis und Lokal, deutet auf die eigentliche Bestimmung des Pokals hin, auf dem Regal des Lokals zu verstauben.

Schaltpult

Elektronischer Kegeljunge, steuert die Kegel nach Vorgabe, ist bei Seilsalat oft hilflos – und sowieso immer nur so gut wie das Gehirn, von dem es bedient wird.

Schönheit

siegt nicht immer. Aber jetzt wieder öfter!!

Saunagel, linker

Linker Eckkegel, oft standhaft wie ein Zinnsoldat, wenn er als einziger übriggeblieben ist und unbedingt fallen soll. Der rechte Saunagel unterscheidet sich vom linken Saunagel nur dadurch, daß er eben rechts steht.

Sportkleidung

Sichtbarster Unterschied zw. Sport- und Freizeitkegler. Der eine muß der andere kann sie tragen.



Strafkatalog

Regelt die Höhe der Strafen für Zuspätkommen und Zufrühgehen, die Summe pro verlorenem Spiel und das Werfen von "Russen".



Übertreten

Sicherste Methode, zu einem ungültigen Versuch zu kommen.



Übungsleiter

Sprossenwand, an der Kegler zum Zwecke besserer Kondition geschunden werden.



Unterstützung

Anfeuerungsrufe sind die einzige erlaubte Art von Unterstützung die dem Kegler von seinen Mitspielern gewährt wird. Rufe wie "SEXY", "SIMSA", "HOSSA" oder "HOLZ", tönen aus allen Kegelhallen. Desweiteren gibt’s dann die ganz gscheiten Sprüche, wie: "Etz ham mern abber", oder ganz locker: "3 Schubb" (weil eben noch 3 Kegel draußen stehen) und ganz beliebt, wenn nix mehr geht: "Auf geht´s etz" ......... und dergleichen mehr....... Treffen muß er jedoch ganz alleine.

Verwarnung

Muss dem Sportkegler ständig gegenwärtig sein, z.B. bei

Übertreten des Grenzstriches

Bodenberührung durch Körperteile, die keine Schuhe tragen

Abstützen an der Wand

Aufstützen auf den Kugelrücklauf

Wanderpokal

Ist gegenüber dem Pokal insofern im Vorteil, dass er öfters geputzt wird.

Zufall

Naturneuner eines Anfängers